16 Kommentare
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Avatar von Oliver Schmidt

Die Ideologie der Schuldenbremse ist wichtiger als die Gesundheitsversorgung und Daseinsvorsorge für die Menschen, die der Staat sind. Diese Regierung weigert sich, ihre genuinen und zentralen Aufgaben wahrzunehmen. Es ist unfassbar zynisch und dumm.

Avatar von Kay Pöhler

Menschen in prekären Verhältnissen leiden auch unter höheren gesundheitlichen Risiken als vermutlich ein Herr Winkel. Gerade bei diesen Menschen weiter kürzen zu wollen und auch noch niederste Ressentiments zu schüren, ist einfach nur schäbig.

Avatar von Ninja Eule

Wenn einem die Schuldenbremse so wichtig ist, das man diese nicht verletzen kann dann sollte man als Arbeiterpartei doch erst auf die Idee kommen die Reichen ordentlich zu besteuern bevor man anfängt bei den Ärmsten zu kürzen. Die SPD zeigt jedoch mal wieder das Sie diese Bezeichnung nicht mehr verdient.

Avatar von Günter
Apr 23Bearbeitet

Mit seiner Äußerung, er hätte das Geld für die Übernahme der KV-Kosten für Bürgergeld-Empfänger nicht, macht sich Klingbeil rechtswidrig aus dem Staub.

Und an Alle, die die Krankenversicherung mit einem persönlichen Spartopf verwechseln:

Jeder soll nach seinen Möglichkeiten einzahlen (ich weiß, da ist noch Luft nach oben, siehe Beitragsbemessungsgrenze) damit jeder eine angemessene Heilbehandlung erhalten kann, unabhängig davon, ob er kurz oder lange, wenig oder viel eingezahlt hat.

Avatar von Rolf Kullmann

Die Klingbeil-Partei führte mal den Buchstaben "S" im Namen.

Genauso wie ich der Union das Recht abspreche, die Buchstaben C,S und D weiterhin zu benutzen erwarte ich auch von der Klingbeil-Partei, das S aus dem Namen zu streichen.

Enrich the Rich traue ich der Union zu, vom Koalitionspartner und den sozialpolitischen Vorstellungen erwarte ich NICHTS mehr.

Einführung einer Vermögenssteuer und Erhöhung des Steuersatzes ist das Gebot der Stunde, so wie das auch zu Kohls Zeiten war.

Seit der Agenda 2010 sinkt die Zahl der Mitglieder und die der Wähler kontinuierlich, die Parteiführung sollte sich mal darüber den Kopf zerbrechen und die Konsequenzen ziehen.

Die "Alternative för Dösbaddels" ist KEINE Alternative, wer deren Parteiprogramm liest, der muss zwangsläufig zu der Erkenntnis kommen, dass diese "Partei" unzähmbare ist.

Avatar von Rolf Kullmann

Sorry, letzter Satz, richtig ist "unwählbar ".

Avatar von Heike Ellen

Ich glaube, du kannst sehr gut beide Vokabeln stehenlassen! 😳🙄

Avatar von Gerold Winz

Die - insbesondere ärmeren und bedürftigen - Menschen werden offensichtlich nur noch als Kostenfaktoren betrachte. Dies gilt auch für diejenigen, die nicht mehr arbeiten können oder wollen (z.B. Rentner). Was in der ganzen Diskussion m.E. zu kurz kommt und was immer wieder auffällt, dass man Ursache und Wirkung nicht verstanden hat. Die Kosten, über die man spricht, haben eine Ursache, das krank werden - eigentlich ganz einfach. Jetzt gibt es natürlich verschieden Möglichkeiten wie das passieren kann. Aber das was jeder Mensch für sich tun kann - speziell die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, etwas Sport bzw. Bewegung und auf das "gesunde" Essen achten, wird in den Maßnahmenplan nicht erwähnt. Wenn mir meine Kosten aus dem Ruder laufen, muss ich doch schauen, was die wirklichen Kostentreiber sind und Maßnahmen ergreifen, diese zu reduzieren. Betrachtet man z.B. die Gründe, weshalb die Menschen nicht zu einer Vorsorgeuntersuchung gehen, tauchen diese fünf am häufigsten auf (mehrfach Nennungen möglich):

Unwissen: ~35–38 %

Angst: ~27–33 %

Zeit/Organisation: ~30–35 % (indirekt)

„Kein Bedarf“: ~30–33 %

Scham: keine klare Einzelzahl, aber Teil von ~30 % emotionalen Barrieren (z.B. Urologe bei Männern)

Jeder weiß doch, je früher eine Krankheit erkannt wird, desto besser und weniger kostenintensiv ist die Behandlung.

Warum jetzt wieder auf den Bürgergeldempfänger herumgehackt wird, ist nicht so richtig nachvollziehbar. Wir haben das doch genauso eingerichtet damit Menschen, die in Not kommen - und das kann jeden treffen - eine einigermaßen vernünftige Lebensgrundlage haben. Dass es an der einen oder anderen Stelle ggf. Missbrauch gibt, lässt sich nicht ausschließen. Nur das haben wir bei der Steuer auch, und zwar in einem ganz anderen Maße. Folglich sollte das aktuelle Defizit auch von allen übernommen werden - sprich über die Steuer und nicht nur über die Gruppe der gesetzlich versicherten. Ich kenne Menschen, die sich mit Bürgergeld über Wasser halten und mehrfach im Monat sich nur Fertiggerichte / -pizzas ... leisten können. Davon wird man nicht gesünder. Ein großer Teil der Bürgergeldempfänge sind bereits Langzeitkranke und werden dadurch sicher nicht gesünder. Zum Zu der Aussage von Johannes Winkel ist mir spontan ein Song von "Das Dritte Ohr"( Mordwestadt) eingefallen, dort heißt es: " Wer solche Häuser baut, den sollte man nicht hinter Gitter stecken, Wer solche Häuser baut, nein, den sollte man nicht hinter Gitter bringen, die müssten selbst drin wohnen, lebenslänglich, dazu sollte man sie zwingen." - Vielleicht sollte man den einen oder anderen auch dazu zwingen sich eine Zeit lang nur mit Bürgergeld über Wasser zuhalten.

Avatar von Joerg-Uwe Steuk

Danke Maurice! Was wir vielleicht doch mal diskutieren müssen, ist inwieweit jeder selbst für seine Gesundheit sorgt. Rauchen - Privatsache, Alkohol - meine persönlich Freiheit, Übergewicht - ich lass mir mein Schnitzel doch nicht verbieten, Impfungen z.B. Grippeimpfung - viele Ältere in meinem Alter meinen doch - brauch ich nicht, dann sind in den Grippeperioden aber die Praxen voll. Genauso wie das bescheuerte Tempo auf den Autobahnen. Es ist ja mein gutes Recht so schnell zu rasen wie ich will. Und beim Unfall schweisst mich dann die Feuerwehr aus dem Wrack und der Rettungshubschrauber bringt mich in die nächste Klinik. Zahlt ja alles die Versicherung.

Vielleicht sollten wir hier mal die Diskussion beginnen.

Avatar von Günter

Schon für das ganz eigene Wohlbefinden lohnt es sich, "gesund" zu leben. Die Leistungen der Krankenkasse von bestimmten Wohlverhalten abhängig machen zu wollen, führt aber regelmäßig in die Irre.

Avatar von Joerg-Uwe Steuk

Mir geht es um Wege mögliche Kosten zu verringern. Profilaxe ist immer billiger als letztendlich teure Diagnostik und Therapiemassnahmen. Impfen ist nicht teuer, die Behandlung von Komplikationen einer simplen Grippe jedoch sehr wohl. Das endet nicht selten auf der ITS. Ich sehe hier Potential, Bürgergeldempfängern Leistungen zu streichen ist doch nur schäbig.

Avatar von Ninja Eule

Na ja, die Steuern auf Tabak und Alkohol sowie die auf Zucker in einigen Staaten zielen ja genau dahin diese ungesunde Verhalten zu verringert um somit dem Gesundheitswesen Kosten zu ersparen. Ich sehe da nichts falsches dran, denn man darf das ja weiterhin machen. Man muss dann halt für die dabei entstehenden Kosten selbst aufkommen. Ist ja bei der CO2 Steuer bzw. des CO2 Preises nichts anderes. Dafür zu sein das diese Externalitäten internalisiert werden, aber beim Gesundheitssystem eine Ausnahme zu machen ergibt für mich kein Sinn. Ich würde mich freuen, wenn es für die Grippeimpfung man etwas Geld als Dankschön bekommen würde. Mich stört der Picks nämlich nicht.

Avatar von Günter

Dagegen, ungesunde "Lebens"mittel und "Genuss"mittel durch Steuern zu verteuern, habe ich nichts. Nur hat das nichts mit dem Beitrag zur Krankenkasse zu tun.

Ich erinnere mich, dass es mal eine Vergütung gab, wenn man im vergangenen Quartal nicht beim Arzt war. Auch hier wurde versucht, die Kosten im Gesundheitswesen zu verringern. Doch diese Maßnahme führte dazu, dass einige Menschen ihre Krankheiten verschleppten, um in den Genuss dieses kleinen Bonus zu kommen. Das ging also nach hinten los und wurde wieder eingestampft.

Avatar von Kollaps-mit-Aussicht

Über kurz oder lang wird es so kommen, dass die Leistungen weiter gekürzt und Eigenanteile heraufgesetzt werden. Wer sich das nicht leisten kann, dem wird dann Sterbehilfe nahegelegt. In Kanada ist das jetzt schon so. (Medical Assistance in Dying).

Avatar von Ute

Mir drängt sich ein gruseliges Bild auf: kann es sein, dass es gewollt ist das Empfänger*innen von Transferleistungen eher sterben sollen? Das kann doch kein Zufall sein, erst kürzt man die Zahlungen und dann wird auch noch die Gesundheitsversorgung eingeschränkt.🤔

Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Avatar von G. Keller

In Deutschland gibt's ja viele Arschlöcher aber dieses Schein die Mutter zu sein