10 Kommentare
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Avatar von Christian

Für das Timing des Angriffs auf den Iran muss man schon fast dankbar sein. Das könnte der Fukushima-Moment der fossilen Energiepolitik werden.

Und sonst, ja, genau was du sagst. Der Gaspreisschock ist kurz genug her, dass man sich noch aus eigener Betroffenheit erinnert, und lang genug, dass die Lage seriös aufgearbeitet wurde (Isabella Weber etc.). Es ist unfassbar, dass wir wieder in der gleichen Scheisslage sind und wieder nicht vorbereitet sind (hier Anakin/Padme-Meme einfügen). Aber vielleicht hilft hier auch das Timing die gleichen Fehler nicht wieder zu machen.

Ich mein, die Union hat doch Wirtschaftskompetenz, oder?

Avatar von Stefan Frischauf

Die rhetorische Frage am Ende ist schön, @Christian. Hat sie, die Union. Aber nur für die eigene Klientel. Und: die Geschichtsvergessenheit und kognitive Verzerrung / Bias der "Entscheidungsträger*innen" in der Politik nimmt immer bizarrere Züge an. Habe dazu heute schon mehr geschrieben. Und sehe viel zu viele Blockadehaltungen. Weil die drei Ws: Wirtschafts-, Wohnen-, Wasser-(Umwelt-) Krise als Chancen betrachtet auch Wege aus der Rezession ebnen würden. Aber dafür müssen wir an dem Block der "Unions-Wirtschaftskompetenz" vorbei kommen.

Avatar von Ute

Wenn es noch ein Argument gebraucht hätte, aus den fossilen Energieträgern auszusteigen, ist es jetzt da. Die ich weiß nichtwievielte Krise im nahen Osten mit nach wie vor fraglichen Regierungskonstellationen, aber Frau Reiche ingnoriert das. Ich will Robert Habeck zurück als Wirtschaftsminister!

Avatar von Thomas Müller

Eigentlich müsste jetzt jedem normal gebildeten Menschen in Deutschland klar sein, dass man sich von diesen Fossil-Verbrechern nicht abhängig macht und bei neuen Anschaffungen endlich konsequent handelt und diesen Gangstern den Geldhahn zudreht. Das hätten die westdeutsche Boomer-Generation schon in den 1970ern lernen müssen.

Dummerweise wird dies nicht passieren, da ja mittlerweile 2/3 der Deutschen von der Fossil-Lobby gehirngewaschen sind. Medieninkompetenz, Lernresistenz und Egoismus - speziell der Ü40 Generation - kann man überall sehen. Selbst von vermeintlich gebildeten Menschen.

Für mich steht bereits fest: Die Zukunft wird richtig mies! In Rente gehen kann ich komplett vergessen! Alles angesparte wird sowieso von denen da oben vernichtet. Nicht umsonst hatte Hr. Merz bei Caren Miosga letztes Jahr gesagt: "Wir müssen die 3 Billionen € auf den deutschen Privat-Konten für Investitionen aktivieren". Und wer die Vermögensverteilung in Deutschland kennt, weiß wessen Geld er damit gemeint hat.

Und weder Art.20GG, §32 StGB oder §227 BGB können hier helfen, da die Gesetze von den Fossil-Verbrechern geschrieben werden - siehe Gebäude-Modernisierungs-Gesetz.

Avatar von Lorenz Kleist

Über die Höhe der Rente in der Zukunft kann in dieser Zukunft entschieden werden. Vor dem Hintergrund der zukünftigen Wirtschaftskraft. Gesetze lassen sich ändern.

Von Generationen-Beschimpfung halte ich nichts. Da macht man sich komplizit mit den üblichen "Divide and Conquer"-Stategien der antisozialen Eliten. Ü40-Menschen pauschal Egoismus vorzuwerfen und dann im nächsten Satz sich über die eigene Rente zu sorgen ... naja.

Angeblich mangelnde Bildung/fehlendes Wissen mit Normativem (Bewertungen, "Gangster") zu verbinden ist ein naturalistischer Fehlschluss. Auch der informierteste und aufgeklärteste Zeitgenosse kann nicht logisch vom Sein aufs Sollen schließen. Hier ist eher Herzensbildung, Empathie oder Nächstenliebe gefragt. Oder eben Klassenkampf.

Avatar von Thomas Müller

Was Sie vielleicht bei der Bewertung meiner Kritik bedenken sollten: Ich gehöre der Ü40 Generation an und nehme deren Handeln seit Jahrzehnten war. Seit ich als Ostdeutscher Anfang der 90er das erste mal von den Ölkrisen der 70er und den daraus entstanden Herausforderungen gehört habe, frage ich mich, warum speziell die Westdeutsche Boomer Generation nichts gelernt hat und immer wieder die falschen Entscheidungen trifft. Unterhält man sich mit diesen Menschen, stelle ich genau die von mir aufgestellten Behauptungen fest. Ausdrücklich in Schutz muss man hier die Ostdeutsche Boomer-Generation nehmen. Die sind durch den Lebensbruch 1990 meist gestraft genug.

Und ich habe nicht die westdeutsche Boomer-Generation als Gangster/Verbrecher bezeichnet, sondern nur die Manager und Unternehmenseigentümer der Fossil-Branche.

Avatar von Ute

Wenn man an die 3 Billionen auf Sparkonten will, warum erhebt man nicht höhere

Vermögenssteuern und Erbschaftssteuern und investiert selbst?

Avatar von Lorenz Kleist

Man braucht nicht private Vermögen zu besteuern, um staatlich Investitionen zu finanzieren. Das predigt Maurice doch bei jeder Gelegenheit. Diese 3 Billionen Bemerkung von Merz ist natürlich Unsinn. Eine Verringerung dr extremen Ungleichheit und Ungerechtigkeit durch Besteuerung wäre zwar schön, ist aber nicht notwengig, um staatliche Ausgaben zu "finanzieren".

Avatar von Thomas Müller

Die besagten 3 Billionen sind keine großen Vermögen:

Laut Bundesbank liegt das Barvermögen bei 9,389 Billionen € (inkl. Wertpapiere und Einlagen)

60% davon gehören den oberen 10% der Bevölkerung und die haben ihre Barvermögen zum Großteil in Wertpapiere und Einlagen geparkt. Die unteren 9% der Bevölkerung haben nur Schulden. Bleiben also noch 81% der Bevölkerung auf die sich 40% des Barvermögens verteilen. Da heißt 67.635.000 Menschen teilen sich ca. 3,75 Billionen € Barvermögen. Da liegt natürlich auch ein kleiner Teil in Wertpapieren aber viele haben die Kohle auf dem Konto oder als Tagesgeld und auch hier ist die Verteilung nochmal ein Thema, aber Sie sehen wessen Geld er damit meinte. Und diese Personengruppen wollen Sie kaum mit Erbschafts- oder Vermögenssteuer belangen. Das würde die falschen treffen.

Avatar von Georg Kronberger

Die EZB ist eine Fehlkonstruktion in der Aufgabenstellung und Frau Lagard gehört eigentlich wegen Unterschlagung (400 Mio.) ins Gefängnis und hat noch dazu keine Ahnung eine Zentralbank zu leiten