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Avatar von Boyan Durankev

Hallo! Ich komme aus Bulgarien und lese Ihre Beiträge sehr gerne. Ich bitte um Erlaubnis, diesen Artikel auf Bulgarisch in meinem Blog veröffentlichen zu dürfen.

Avatar von Niko Hrissohoidis

Wenn man tagtäglich damit zu tun hat, Zahlen kritisch zu hinterfragen und Daten im Gesamtzusammenhang zu bewerten, ist dieser Beitrag ein wohltuender Realitätscheck – und gleichzeitig extrem frustrierend.

Frustrierend deshalb, weil wirtschaftspolitische Debatten im Fernsehen viel zu oft auf dem Niveau einer unsauberen Milchmädchenrechnung geführt werden.

Eine Moderatorin wirft den EU-Durchschnitt von 35 Euro in den Raum, und Politiker wie Bodo Ramelow knicken sofort ein.

Dass dieser Durchschnittswert durch Niedriglohnländer wie Bulgarien massiv nach unten gezogen wird und Staaten wie Dänemark oder die Niederlande noch weit über Deutschland liegen, bleibt völlig unberücksichtigt.

Die entscheidenden Hebelfaktoren bringt der Beitrag präzise auf den Punkt:

Aufwand vs. Ertrag:

45 Euro Arbeitskosten stehen über 70 Euro Wertschöpfung gegenüber. Wer nur die Kostenseite isoliert betrachtet und die Ertragsseite ausblendet, rechnet schlicht falsch.

Lohnstückkosten als echte Metrik:

Ein hoher Stundensatz ist unproblematisch, solange die Produktivität stimmt. Genau deshalb liegen die deutschen Lohnstückkosten trotz des Lohngefälles fast auf dem Niveau Bulgariens.

Der Trend der letzten 30 Jahre:

Die Daten – sogar die des INSM – belegen eindeutig, dass der Produktivitätszuwachs über Jahrzehnte hinweg gar nicht fair an die Beschäftigten weitergegeben wurde.

Dass gewählte Vertreter bei ihren eigenen Kernthemen so blankziehen und sich von Stammtisch-Rhetorik überrumpeln lassen, ist unverständlich.

Man muss kein Ökonom sein, um zu verstehen, dass man Bilanzen immer ganzheitlich lesen muss.

Die Analyse von Maurice legt genau die Fakten offen, die in der öffentlichen Debatte dringend nötig sind – weg von gefühlter Überforderung, hin zu Daten und harter Logik.

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