Warum macht der Staat das mit den Anleihen überhaupt? Ich habe dein Buch Mythos Geldknappheit gelesen und wenn ich das richtig verstanden haben bräuchte man den Schritt über die Anleihen zum Geld schöpfen doch gar nicht und könnte sich somit auch die Zinszahlungen einfach sparen oder?
Genau, für die Geldachöpfung sind die Anleihen und erheblich,man bräuchte darauf deswegen auch kein Zinsen zahlen. Relevant sind die Anleihen (als separates Spar-Tool) jedoch für Rentenfonds und Insitutionen die große Mengen an Euros halten. Aber dennoch, sind die Zinsen zu hoch, wäre es gut für einige Nutznießer, vielleicht auch für ein paar Privatvorsorger, aber mehr profitieren Großanleger, das sie risikolos viel Rendite bekommen, zu Lasten echter produktiver Investitionen.
Kleine Anmerkung: Ob Öl und Gas tatsächlich knapp sind und deshalb die Preise steigen, oder ob die Preise durch Spekulationsmechanismen getrieben werden oder ob eine Mischung aus beiden Sachverhalten vorliegt ist derzeit nicht ausgemacht. Zumal die Straße von Hormus NICHT geschlossen, sondern gegen Zahlung einer Maut passierbar ist.
„Was unterscheidet die Situation am Bosporus und die Situation in der Straße von Hormuz grundsätzlich?“
Sorry, in der Straße von Hormuz ist Krieg, anderswo nicht! Keine Schiffsversicherung dieser Welt wird einspringen, wenn ein Schiff von einer Rakete, Drohne, etc. beschossen und beschädigt wird, weswegen kein Reeder sein Schiff da durchschickt, ohne eine ausdrückliche Genehmigung der Iranischen Regierung zu haben. Und das sind nur sehr wenige, was zu der sich gerade aufbauenden Öl-Knappheit führt. Auch bei LNG wird es enger und das langfristig, da Kuwaitische Förder/Verdichtungsanlagen so schwer beschädigt wurden, dass es Jahre dauern wird, bis sie wieder voll funktionsfähig sind.
Ansonsten Zustimmung zu dem Satz „Dass dieses Wetten keinerlei volkswirtschaftlichen Nutzen hat, sondern nur Schaden anrichtet, ist offensichtlich.“
Allerdings gilt er leider für alles mögliche, inklusive bestimmte Nahrungsmittel. Aufregung darüber gibt aber erst dann, wenn es das heiligs Verbrennerblechle und den Preis dessen betrifft, was in seinen Tank muss.
Dass sich das D-Ticket bereits um 28% in nur 2 Jahren und damit um eine ähnliche Größenordnung verteuert hat, geht (nicht nur) Herrn Merz und seiner Partei rechts am Allerwertesten vorbei
1) Die Situation in der Straße von Hormuz mit einer Mautstelle zu vergleichen ist realitätsfern, denn natürlich droht der Iran weiterhin Schiffe anzugreifen, denn das ist eines der wenigen Druckmittel, die er gegen Trump in der Hand hat.
Naja, so weit ich weiß kassiert die Türkei bei Reedereien, deren Schiffe durch die Meerengen Bosporus und Dardanellen fahren, saftige Transitgebühren. Ist das keine "Maut"? Und: Was unterscheidet die Situation am Bosporus und die Situation in der Straße von Hormuz grundsätzlich?
Meiner Ansicht nach stimmt dieser Satz: "An den Märkten führen die Preise, die Narrative folgen". Und wer den Handel mit lebensnotwendigen Gütern unreguliert an die Börsen bringt, wo die Preise von menschlichem (Herden-)Verhalten und von spekulativen Algorithmen und eben nicht von Angebot und Nachfrage bestimmt werden, muss damit leben, dass Preise wild fluktuieren.
Heiner Flassbeck schreibt hierzu: «Man kann klare Bedingungen formulieren, die eine Person berechtigen, mit Rohstoffen zu handeln oder eben nicht. Am einfachsten ist es, die Bedingungen so zu setzen, dass jeder, der Rohstoffe kauft oder verkauft, nachweisen muss, dass er die Lagerkapazitäten hat, um die Rohstoffe physisch zu übernehmen oder zu liefern. Aber auch viele andere Schranken in Sachen Transaktionsvolumen (sogenannte Position Limits z.B.) oder in Sachen Ausbildung und Herkunft der Händler sind denkbar. Gäbe es den politischen Willen, wäre es ein leichtes, den Sumpf dieser Spekulation auszutrocknen. Dass dieses Wetten keinerlei volkswirtschaftlichen Nutzen hat, sondern nur Schaden anrichtet, ist offensichtlich.»
Zinspolitik als Antwort auf Energiepreisschocks - schon in 2022 eine massive Fehlentscheidung
Die EZB steht vor einem institutionellen Grundproblem, das deutlicher benannt werden müsste: Ihr Instrumentarium beschränkt sich im Wesentlichen auf einen einzigen Hebel - den Zinssatz. Wenn man nur einen Hammer hat, neigt man dazu, in jedem Problem einen Nagel zu sehen. So entsteht ein gefährlicher institutioneller Reflex: Weil von der Zentralbank Handlungsfähigkeit erwartet wird, sie aber strukturell nur mit Zinsanpassungen reagieren kann, dann wird eben der Zinshammer geschwungen - unabhängig davon, ob das Problem geldpolitisch überhaupt adressierbar ist. Aktionismus ersetzt Analyse. Das mag institutionspsychologisch verständlich sein; ökonomisch ist es nicht zu rechtfertigen. Die ehrliche Antwort einer verantwortungsvollen Zentralbank auf einen geopolitischen Energiepreisschock müsste lauten: Dieses Problem liegt außerhalb unseres Wirkungsbereichs. Unsere Instrumente sind hier wirkungslos - ihr Einsatz würde mehr schaden als nützen. Stattdessen droht die EZB erneut mit Zinserhöhungen, um Handlungsstärke zu demonstrieren - und riskiert damit, eine Wirtschaft, die sich von den Kollateralschäden der letzten Zinswende noch nicht erholt hat, ein zweites Mal unnötig zu belasten. Aktionismus, der als Geldpolitik verkleidet wird, bleibt Aktionismus - mit realen und schwerwiegenden wirtschaftlichen Konsequenzen.
Preisschock ist nicht gleich Inflation
Die konzeptionelle Grundlage der EZB-Reaktion liegt einem durch geopolitische Ereignisse ausgelösten, angebotsseitigen Preisschock – also eine einmalige, externe Verschiebung des Preisniveaus - und nicht um eine sich selbst verstärkende, nachfragegetriebene Inflation im klassischen Sinne. Letztere entstünde erst dann, wenn infolge des Kaufkraftverlustes eine Lohn-Preis-Spirale in Gang gesetzt würde. Solange der Konflikt begrenzt bleibt und die Energieversorgung sich stabilisiert, ist dieser Transmissionskanal jedoch keineswegs zwingend. Zinserhöhungen sind ein nachfrageseitiges Instrument: Sie verteuern Kredite, dämpfen Konsum und Investitionen und sollen so einen überhitzten Gütermarkt abkühlen. Auf einen externen Angebotsschock - ausgelöst durch Krieg, Lieferkettenunterbrechungen oder geopolitische Blockaden - haben sie hingegen keinerlei direkte Wirkung. Die Energiemärkte reagieren nicht auf den Leitzins der EZB. Die Androhung von Zinserhöhungen als Antwort auf den Irankrieg ist daher nicht nur wirkungslos, sondern ökonomisch kategorial falsch.
Die Kollateralschäden der letzten Zinswende sind noch nicht überwunden
Diese konzeptionelle Fehlkalibrierung wäre bereits unter normalen Umständen problematisch. Sie ist es umso mehr, da die europäische Wirtschaft - allen voran Deutschland - die Folgen der letzten Zinswende noch längst nicht überwunden hat. Die Bauwirtschaft hat einen historischen Einbruch erlitten: Vervielfachte Baufinanzierungskosten haben Neubauprojekte zum Erliegen gebracht, den strukturellen Wohnungsmangel weiter verschärft und private Immobilienbesitzer erheblich belastet. Dieser Sektor, traditionell ein konjunktureller Leitsektor, hat seine Stabilisierungsfunktion für die Gesamtwirtschaft weitgehend verloren. Darüber hinaus stiegen allein in Deutschland die Zinsaufwendungen der Unternehmen im Jahr 2022 um rund 13,7 Milliarden Euro - Mehrkosten, die erfahrungsgemäß über Preisanpassungen an die Verbraucher weitergegeben werden und damit ihrerseits inflationär wirken. Erhöhte Kapitalkosten verteuern zudem gezielt jene Investitionen in erneuerbare Energieinfrastruktur, die mittel- bis langfristig zur strukturellen Senkung der Energiepreise beitragen würden. Die Zinspolitik sabotiert damit ausgerechnet die strukturelle Lösung des Problems, das sie vorgeblich bekämpft.
Das Messproblem verschleiert die wahren Kosten
Bemerkenswert ist zudem ein methodisches Problem der Inflationsmessung, das die geldpolitische Debatte verzerrt: Der harmonisierte Verbraucherpreisindex erfasst zwar Mietzinsen als größte Position im Verbraucherpreisindex, die massiv gestiegenen Zinsbelastungen privater Immobilienkredite jedoch nicht, obwohl diese für Millionen Haushalte eine unmittelbar spürbare Kaufkraftminderung darstellen. Eine um diese Komponente erweiterte Betrachtung würde die tatsächliche Kostenbelastung breiter Bevölkerungsschichten realistischer abbilden - und zugleich deutlich machen, in welchem Ausmaß die Zinspolitik selbst zur
Lebenshaltungskostenbelastung beigetragen hat.
Die richtige Antwort liegt in einer anderen Strukturpolitik
Die eigentliche geldpolitische Lektion aus zwei Energiepreisschocks innerhalb von drei Jahren lautet: Solange Europa strukturell von fossilen Energieimporten abhängig bleibt, wird es geopolitischen Preisschocks schutzlos ausgeliefert sein - unabhängig vom jeweiligen Zinsniveau. Eine wirksame Reaktion liegt nicht in der Geldpolitik, sondern in einer beschleunigten energiepolitischen Transformation. Zinserhöhungen hingegen verteuern genau jene Investitionen in erneuerbare Energien und Gebäudesanierung, die diese strukturelle Abhängigkeit langfristig überwinden würden.
Fazit:
Die EZB steht also vor einem Glaubwürdigkeitsdilemma. Gleichwohl wäre es wissenschaftlich redlicher und wirtschaftspolitisch verantwortungsvoller, die Wirkungsgrenzen des eigenen Instrumentariums klar zu benennen, anstatt mit Zinserhöhungen auf einen Schock zu reagieren, dessen Ursachen außerhalb jedes geldpolitischen Einflussbereichs liegen - und dabei erneut eine Wirtschaft zu belasten, die sich von den letzten Kollateralschäden noch nicht erholt hat.
Super erkannt und erklärt. Leider übersteigt Ihre Analyse das Niveau der Entscheider in der EZB und der Politik, die auf blanken Aktionismus abonniert sind.
Also schon zu sagen, dass 150 Milliarden viel sind obwohl von den vorherigen 120 Milliardeb nur 30 Milliarden dazu gekommen sind, ist auch irgendwie wild. Vorallem ist diese Schlagzeile nur so groß, weil wir als einziger der G7 Staaten, so stark auf unsere Schulden schauen.
Wo wachen Sie früh auf? Ist es im betreuten Wohnen oder eine Abteilung weiter.
Ich lese keine Aussage zur Definition von Planwirtschaft in meinen Text. Der Hinweis, dass das wirtschaftliche System bei 60 % hin zu einer Planwirtschaft tendiert und damit die Investitionen des freien Marktes entgegenlaufen. Sie wollen mich mit Zahlen und mit Links zur Begriffserklärung überzeugen. Wofür? Die Aufgaben eines Staates sind Bildung, Gesundheit, Energie, Sozial, Sicherheit. Er hat die Bedingungen für ein gutes marktwirtschaftliches Umfeld bereitzustellen. Er hat seine eigenen Investitionen zu hinterfragen. Bei einem Anteil von 60 % hat der Staat seine Aufgaben nicht erfüllt. Sämtliche Großprojekte scheitern. Große Investitionen in- und ausländischer Investoren (KI-Rechenzentren, in Chemie- und Pharma, Grüne Stahlproduktion) werden zurückgefahren oder vollständig ins Ausland verlagert. Der Weg zur Planwirtschaft, zentral von der EU ist vorbereitet. In welcher Blase leben Sie? Spätestens mit China mit ihren 5 Jahres Plänen sind Ihre makroökonomischen Aussagen hinfällig. Sie haben keine Zukunft.
Das Problem in der ganzen Diskussion ist, das die Ursachen vom Autor vollständig ausgeblendet werden. Es ist in einem Kreditsystem egal wieviel Schulden der Staat aufnimmt und ob er Geld unendlich Geld druckt. In Deutschland bricht die Wertschöpfung zusammen. Ich kann den Zeitrahmen nicht festlegen Der Tag X wird wenn Deutschland so weiter agiert, kommen und das System ist am Ende. Deutschland wird neu starten. Es geht nur aus welchen Stand. Bleibt es bei der bisherigen ungebremsten Talfahrt, wird es tief und heftig. Jede Entscheidung ist neu zu bewerten und das Ergebnis hat in die weitere Entwicklung einzufließen. Egal wie hart das Ergebnis ausfällt. Wir belügen uns mit den Aussagen gerade selber. Und das ist der Beginn jedes Unterganges.
Nein Sie behaupten lediglich, dass die Wertschöpfung in Deutschland zusammenbricht, unabhängig von der Fiskalpolitik. Das ist kompletter Blödsinn. Wenn Ihre Analyse aber schon mit Blödsinn anfängt, braucht man den Rest wohl auch nicht zu lesen.
Sie haben keine Argumente meine Fakten zu widerlegen. Schreiben aber von Blödsinn. Typische Mainstream Agitation.
Ihr Aussage führt dorthin wo Argentinien jahrzehntelang sich aufgehalten hat. Einem Finanzkollaps folgt dem nächsten. Bis jemand mit der Kettensäge kommen muss und dem sozialistischen Wirtschaften ein Ende aufzwingt. Wollen Sie den gleichen Weg in Deutschland gehen?
Sie haben halt keine Fakten genannt. Da gibt es dann auch nichts argumentativ zu widerlegen.
Sie wollen hier sagen, dass Milei aktuell die argentinische Wirtschaft rettet? Da sind Sie dann wohl auf dem Holzweg. Nicht nur, dass sich der gute Mann nicht einmal getraut hat echte österreichische Denkschule umzusetzen (wieder mal nur neoliberale Wirtschaftspolitik a la IWF), nein er hat noch nicht einmal irgendetwas damit erreicht. Die Hohe Inflation war bereits vor Antritt Mileis auf dem Rückgang und auch nur durch die Abhängigkeit Argentiniens vom Rohstoffexport, bei gleichzeitiger Spekulation auf dem globalen Rohstoffmärkten zurück zuführen. Aktuell stagniert die Inflationsrate in Argentinien bei 30 Prozent, Tendenz steigend, denn die österreichische Schule hat rein gar nichts relevantes zur Inflationsbekämpfung anzubieten, sowie auch die neoliberale Politik des IWFs. Die Aussage, dass Inflation immer und überall ein monetäres Problem ist, wird aus gutem Grunde von keiner einzigen relevanten Zentralbank der Welt mehr vertreten. Inflation hängt in aller erster Linie mit der Entwicklung der Netto-Lohnstückkosten zusammen und diese ist stark abhängig von den Tarifverhandlungen. Da in Argentinien viele Löhne automatisch mit den Preissteigerungen mitwachsen, ist jede inflationäre Wirkung selbst verstärkend, so wie auch zur Zeiten der beiden Ölpreiskrisen in Europa. Wenn Milei hier irgendetwas erreichen will, um auf eine Inflation von sagen wir 2 pp pro Jahr zukommen, wird er sich mit der Lohnpolitik, der Fiskalpolitik und der Geldpolitik an einen Tisch setzen müssen. Dazu ist er wohl aber intellektuell nicht in der Lage und seine dämliche Denkschule steht dem natürlich auch noch im Weg. Die Argentinische Wirtschaftspolitik gleicht gerade einem Autofahrer, welcher um das seltsame Stottern unter seiner Motorhaube auf der Autobahn zu beenden, dass Auto gegen eine Steinwand fährt. Die privaten Investitionen brechen gerade auf 11 von 14 Sektoren ein oder stagnieren. Das Wachstum der übrigen 3 Sektoren ist unbedeutend. Die Arbeitslosigkeit steigt demnach und aus dem Leistungsbilanzüberschuss ist ein Leistungsbilanzdefizit geworden. Sehr sehr schlecht, wenn man verspricht die Staatsschuldenquote zu senken. Gleichzeitig ist die eigene Währung massiv unter Druck von den Finanzmärkten, die über Carry-Trading auf Kosten der argentinischen Realwirtschaft schöne Gewinne einfahren können. Brasilien lässt grüßen. Vielleicht ja auch, weil Japan mit dem Anheben des Einlagezinses etwas ungemütlich für Währungsspekulanten geworden ist. Da kommt Ihnen ein Vollidiot wie Milei gerade recht. Ohne die FED wäre die Währung sogar ganz abgerauscht und Milei wohl schon weg vom Fenster. Ausgerechnet dieser tolle freie Markt zerstört nun also Mileis ganzes Lebenswerk. Das die Sozialisten auch keine langfristige Strategie haben, die Wirtschaft zu stabilisieren ist dabei für Ihre Aussage egal. Behauptet auch keiner.
Nun aber wieder der maximale Blödsinn aus Ihrem Munde. Argentinien und Deutschland gleich zusetzen, dass ist schon der Mount Everest unter dem Blödsinns Bergen. Sie haben von Makroökonomie ganz offensichtlich überhaupt gar keine Ahnung und von den beiden Volkswirtschaften DE und Argentinien wohl auch nicht. Wie man mit so wenig Ahnung eine so große Klappe haben kann, dass muss ich dann hier doch schon bewundern.
„Nun aber wieder der maximale Blödsinn aus Ihrem Munde. Argentinien und Deutschland gleich zusetzen, dass ist schon der Mount Everest unter dem Blödsinns Bergen.“
Woher nehmen Sie die Aussage, dass ich die Wirtschaft Deutschlands mit Argentinien vergleiche? Vermutlich den falschen Artikel zur Beantwortung an Ihren Vorgesetzten weitergeleitet. Kann in der Hektik passieren. Nehme ich Ihnen nicht übel. Lesen Sie bitte noch einmal genau den Wortlaut. Sollte Ihren Fähigkeiten entsprechen.
Beleidigung und Unwissenheit zusammen geht aber garnicht.
Nach Jahrzehnten des Zusammenbruchs und einer Hyperinflation die alle Bereiche erfasst hatte, ist diese gesenkt und leichtes Wirtschaftswachstum zu akzeptieren. Das ist ein Fakt.
In Deutschland ist der Verfall der Gesellschaft und Abwanderung der Industrie nicht mehr zu übersehen. Auch das ist ein Fakt.
Geld kann man nur einmal ausgeben. Entweder in die Zukunft (Bildung, Energiesicherheit, Infrastruktur usw..) Oder Deutschland wird kriegstüchtig.
Beantworten Sie jetzt ohne ihre Ideologie meine Frage.
Welchen Weg soll Deutschland gehen, sich verschulden bis das Kartenhaus zusammenfällt oder endlich in seine Zukunft investieren?
Nehme an, das es nicht Ihre Absicht ist, Deutschland wieder gegen Russland militärisch zu führen. Sollte es Ihr Anspruch sein. Auf den deutschen Soldatenfriedhöfen in Russland ist noch ausreichend Platz.
„Woher nehmen Sie die Aussage, dass ich die Wirtschaft Deutschlands mit Argentinien vergleiche?“
„Ihr Aussage führt dorthin wo Argentinien jahrzehntelang sich aufgehalten hat.“ Da ich mich in meinen Aussagen auf die deutsche Wirtschaft bezogen habe, suggerieren Sie hier genau das.
Das mit dem Vorgesetzten ist ulkig. Ich habe angenommen, dass Halluzinationen vorrangig für moderne KI-Algorithmen problematisch sind, aber da wurde ich wohl überrascht.
„Nach Jahrzehnten des Zusammenbruchs und einer Hyperinflation die alle Bereiche erfasst hatte, ist diese gesenkt und leichtes Wirtschaftswachstum zu akzeptieren. Das ist ein Fakt.“ Fakt ist, dass die galoppierende (das ist keine Hyperinflation) mit den Rohstoffspekulationen am globalen Markt zusammenhängt und bereits vor dem Antritt von Milei wieder zu sinken begonnen hat. Die aktuelle Inflation von 30+ pp ist genauso desaströs und zeigt, dass die Politik von Milei nichts anzubieten hat, als die Arbeitslosigkeit zu erhöhen. Wo jetzt genau Wachstum, aus der Wirtschaftspolitik von Milei her kommen soll dürfen Sie hier gerne erklären, denn wirklich alles was dieser Mann gemacht hat, hat keinerlei Potential um Wachstum auszulösen. Die Tatsächlichen Wachstumstendenzen aktuell kommen alle aus lange vorangegangen Investitionen in dem Bergbau und das Ölgeschäft, mit dem Milei nichts zutun hat. Dieser traut sich auch aus sehr gutem Grund nicht daran, die neue Ölpipeline zu privatisieren. Wenn Sie hier über Jahrzehnte des Zusammenbruchs sprechen, dann können Sie das in Zukunft auch, denn nichts anderes passiert aktuell mit der argentinischen Realwirtschaft. Gerade der eh schon unter Druck stehende Industriesektor, der das höchste Potential für Produktivitätszuwachs aufweist ist unter Milei massiv unter Druck geraten.
Ja die Industrie in Deutschland geht zurück. Die Erklärung dafür ist sehr einfach. Konservative neoklassische Wirtschaftspolitik in der EU speziell forciert durch Deutschland. Der Wettbewerb auf dem EU Binnenmarkt ist stark darwinistisch und damit ein Race-to-the-bottom für alle EU Staaten. Selbst die, die nicht im Euro sind, denn durch die Größe der EWU Zone ist es den kleinen Staaten fast unmöglich eigenständige Geldpolitik zu machen. Es braucht einen Schumpeterschen Markt, damit alle EU Länder profitieren können.
„Geld kann man nur einmal ausgeben“ Sie kommen einfach nicht von Ihrem Blödsinn weg oder? Geld wird erst dann für die Wirtschaft relevant, wenn es im Kreislauf bleibt, also immer wieder ausgegeben wird. Nichts anderes passiert Tag für Tag.
Hier die Antwort auf Ihre Frage (Welchen Weg soll Deutschland gehen, sich verschulden bis das Kartenhaus zusammenfällt oder endlich in seine Zukunft investieren?), die allein schon daher wieder dumm ist, da Sie ganz offensichtlich die Definition von Investieren im volkswirtschaftlichen Sinne nicht kennen.
Investieren bedeutet sich Verschulden, oder anders gesagt mehr Geld ausgeben, als man einnimmt. Also Ja, Deutschland MUSS endlich anfangen zu investieren und damit sein Staatsdefizit massiv auszuweiten. Ich kann Ihnen sogar eine Zahl nennen, die auf jeden Fall investiert werden MUSS. Die deutschen privaten Haushalte und die privaten Unternehmen sparen jedes Jahr knapp 350 Mrd. Euro. Das bedeutet, Sie entziehen dem Geldkreislauf 350 Mrd. Euro Kaufkraft bzw. Nachfrage. Damit Nachfrage gleich Angebot erhalten bleibt, muss also ein oder mehrere andere Sektoren 350 Mrd. Euro investieren, sich also in dieser Höhe verschulden. Aktuell und in der Vergangenheit war das vor allem das Ausland, das als Folge aus der Wettbewerbsverzerrung (vor allem auf dem EWU Markt) durch das deutsche Lohndumping der Agenda 2010 Politik, diese Rolle übernommen hat. Dieses hat ein Leistungsbilanzüberschuss von knapp 250 Mrd. Jahr jährlich gebracht. Die fehlenden 100 Mrd. Euro hat der Staat übernommen. Zu Zeiten der schwarzen null hat das Ausland sogar mehr Schulden gemacht, als die private Wirtschaft gespart hat, was dem Staat einen Überschuss von 50 Mrd. Ersparnis brachte. Die Schuldenbremse ist absolut blind für diese einfache Rechnung und richtet sich nach der Schuldenquote gemäß Maastricht. Diese ist selten dämlich konstruiert, denn sie stellt eine Relation von einer Flussgröße (BIP) und einer Bestandsgröße (Netto Verschuldung) dar. Damit ist Sie ohne weiter Angaben zur Interpretation praktisch wertlos. Aktuell sinkt der Leistungsbilanzüberschuss von Deutschland, da die Handelspartner, allen voran die USA sich nicht weiter durch die Wettbewerbsverzerrung von Deutschland verarschen lassen wollen. Das wäre unter einer demokratischen Regierung wohl nicht anders gewesen, als mit dem orangen Irren. Wenn also die private Wirtschaft weiter 350 Mrd. jährlich spart (Tendenz steigend, da in Krisenzeiten der Wunsch auf Sparsamkeit steigt) und sich das Ausland als Schuldner zurückzieht, dann MUSS der Staat die Lücke schließen, wenn das gesamtwirtschaftliche Einkommen in Deutschland zumindest erhalten bleiben soll. Von Wachstum haben wir dann noch nicht einmal gesprochen. Wenn die Schuldengrenze genau das verhindert, dann ist sie eine makroökonomische Vollkatastrophe. Jeder der Staatsschulden anders betrachtet, ist für die Diskussion irrelevant. Diese sehr einfachen Zusammenhänge wurden vor 100 Jahren noch sehr gut in der Ökonomie verstanden. Hier lohnt es sich vor allem Lautenbach zu lesen.
Ich bin nicht glücklich mit der Aufrüstung, aber Frieden in Europa wird es mit dem Mafiastaat Russland wohl erst einmal nicht mehr geben. Dessen Militärkeynesianismus zwingt den russischen Staat aktuell im Krieg zu bleiben und diesen wohl auch auszuweiten, weil der Staat ansonsten zusammenbrechen wird. In dieser Situation nicht über Aufrüstung zu reden wäre töricht. Trotzdem bin ich dafür das deutlich stärker in Bildung, Sozialwesen investiert wird und vor allem endliche das Reallohnwachstum an die Produktivität angepasst wird, denn das ist unser aller größtes Problem.
Ob es Krieg mit Russland gibt, dass liegt einzig und allein bei den Psychopaten im Kreml. Ich kann da dankend drauf verzichten.
Warum macht der Staat das mit den Anleihen überhaupt? Ich habe dein Buch Mythos Geldknappheit gelesen und wenn ich das richtig verstanden haben bräuchte man den Schritt über die Anleihen zum Geld schöpfen doch gar nicht und könnte sich somit auch die Zinszahlungen einfach sparen oder?
Ja könnte man. Siehe auch: https://www.geldfuerdiewelt.de/p/was-ware-wenn-der-staat-keine-zinsen-hoefgen
Genau, für die Geldachöpfung sind die Anleihen und erheblich,man bräuchte darauf deswegen auch kein Zinsen zahlen. Relevant sind die Anleihen (als separates Spar-Tool) jedoch für Rentenfonds und Insitutionen die große Mengen an Euros halten. Aber dennoch, sind die Zinsen zu hoch, wäre es gut für einige Nutznießer, vielleicht auch für ein paar Privatvorsorger, aber mehr profitieren Großanleger, das sie risikolos viel Rendite bekommen, zu Lasten echter produktiver Investitionen.
Alles richtig.
Kleine Anmerkung: Ob Öl und Gas tatsächlich knapp sind und deshalb die Preise steigen, oder ob die Preise durch Spekulationsmechanismen getrieben werden oder ob eine Mischung aus beiden Sachverhalten vorliegt ist derzeit nicht ausgemacht. Zumal die Straße von Hormus NICHT geschlossen, sondern gegen Zahlung einer Maut passierbar ist.
Siehe hier: https://tkp.at/2026/03/25/inszenierte-verknappung-die-luege-der-energiekrise/
oder auch hier: https://www.relevante-oekonomik.com/2026/03/23/nicht-angebot-und-nachfrage-spekulation-bewegt-den-preis-fuer-rohoel/ oder hier: https://www.relevante-oekonomik.com/2026/03/24/ein-weiterer-hinweis-zur-spekulation-mit-oel/
Und wieder stellen sich die Fragen: Wie sag ich's meinem Kanzler? Wird er angemessen reagieren?
„Was unterscheidet die Situation am Bosporus und die Situation in der Straße von Hormuz grundsätzlich?“
Sorry, in der Straße von Hormuz ist Krieg, anderswo nicht! Keine Schiffsversicherung dieser Welt wird einspringen, wenn ein Schiff von einer Rakete, Drohne, etc. beschossen und beschädigt wird, weswegen kein Reeder sein Schiff da durchschickt, ohne eine ausdrückliche Genehmigung der Iranischen Regierung zu haben. Und das sind nur sehr wenige, was zu der sich gerade aufbauenden Öl-Knappheit führt. Auch bei LNG wird es enger und das langfristig, da Kuwaitische Förder/Verdichtungsanlagen so schwer beschädigt wurden, dass es Jahre dauern wird, bis sie wieder voll funktionsfähig sind.
Ansonsten Zustimmung zu dem Satz „Dass dieses Wetten keinerlei volkswirtschaftlichen Nutzen hat, sondern nur Schaden anrichtet, ist offensichtlich.“
Allerdings gilt er leider für alles mögliche, inklusive bestimmte Nahrungsmittel. Aufregung darüber gibt aber erst dann, wenn es das heiligs Verbrennerblechle und den Preis dessen betrifft, was in seinen Tank muss.
Dass sich das D-Ticket bereits um 28% in nur 2 Jahren und damit um eine ähnliche Größenordnung verteuert hat, geht (nicht nur) Herrn Merz und seiner Partei rechts am Allerwertesten vorbei
1) Die Situation in der Straße von Hormuz mit einer Mautstelle zu vergleichen ist realitätsfern, denn natürlich droht der Iran weiterhin Schiffe anzugreifen, denn das ist eines der wenigen Druckmittel, die er gegen Trump in der Hand hat.
2) Es wird sich in naher Zukunft eine reelle Öl - Knappheit einstellen: siehe https://paulkrugman.substack.com/p/the-oil-crisis-is-about-to-get-physical?r=4a560r&utm_medium=ios sodass die Gefahr weiterer Preissteigerung nicht gebannt ist
Naja, so weit ich weiß kassiert die Türkei bei Reedereien, deren Schiffe durch die Meerengen Bosporus und Dardanellen fahren, saftige Transitgebühren. Ist das keine "Maut"? Und: Was unterscheidet die Situation am Bosporus und die Situation in der Straße von Hormuz grundsätzlich?
Zum anderen: Dass hinter den Kulissen auf den Energiemärkten seltsame Dinge geschehen, ist nicht zu übersehen. Wer da allerdings welches Spiel mit welchem Ziel treibt, weiß ich nicht. Außer den unmittelbar Beteiligten, weiß das wohl niemand. Z.B.: https://tkp.at/2026/03/31/diesel-verknappung-tanker-kehren-vor-europa-um/ oder hier: https://financialpost.com/pmn/business-pmn/pressure-mounts-on-european-diesel-supply-as-tankers-turn-away
Meiner Ansicht nach stimmt dieser Satz: "An den Märkten führen die Preise, die Narrative folgen". Und wer den Handel mit lebensnotwendigen Gütern unreguliert an die Börsen bringt, wo die Preise von menschlichem (Herden-)Verhalten und von spekulativen Algorithmen und eben nicht von Angebot und Nachfrage bestimmt werden, muss damit leben, dass Preise wild fluktuieren.
Heiner Flassbeck schreibt hierzu: «Man kann klare Bedingungen formulieren, die eine Person berechtigen, mit Rohstoffen zu handeln oder eben nicht. Am einfachsten ist es, die Bedingungen so zu setzen, dass jeder, der Rohstoffe kauft oder verkauft, nachweisen muss, dass er die Lagerkapazitäten hat, um die Rohstoffe physisch zu übernehmen oder zu liefern. Aber auch viele andere Schranken in Sachen Transaktionsvolumen (sogenannte Position Limits z.B.) oder in Sachen Ausbildung und Herkunft der Händler sind denkbar. Gäbe es den politischen Willen, wäre es ein leichtes, den Sumpf dieser Spekulation auszutrocknen. Dass dieses Wetten keinerlei volkswirtschaftlichen Nutzen hat, sondern nur Schaden anrichtet, ist offensichtlich.»
Zinspolitik als Antwort auf Energiepreisschocks - schon in 2022 eine massive Fehlentscheidung
Die EZB steht vor einem institutionellen Grundproblem, das deutlicher benannt werden müsste: Ihr Instrumentarium beschränkt sich im Wesentlichen auf einen einzigen Hebel - den Zinssatz. Wenn man nur einen Hammer hat, neigt man dazu, in jedem Problem einen Nagel zu sehen. So entsteht ein gefährlicher institutioneller Reflex: Weil von der Zentralbank Handlungsfähigkeit erwartet wird, sie aber strukturell nur mit Zinsanpassungen reagieren kann, dann wird eben der Zinshammer geschwungen - unabhängig davon, ob das Problem geldpolitisch überhaupt adressierbar ist. Aktionismus ersetzt Analyse. Das mag institutionspsychologisch verständlich sein; ökonomisch ist es nicht zu rechtfertigen. Die ehrliche Antwort einer verantwortungsvollen Zentralbank auf einen geopolitischen Energiepreisschock müsste lauten: Dieses Problem liegt außerhalb unseres Wirkungsbereichs. Unsere Instrumente sind hier wirkungslos - ihr Einsatz würde mehr schaden als nützen. Stattdessen droht die EZB erneut mit Zinserhöhungen, um Handlungsstärke zu demonstrieren - und riskiert damit, eine Wirtschaft, die sich von den Kollateralschäden der letzten Zinswende noch nicht erholt hat, ein zweites Mal unnötig zu belasten. Aktionismus, der als Geldpolitik verkleidet wird, bleibt Aktionismus - mit realen und schwerwiegenden wirtschaftlichen Konsequenzen.
Preisschock ist nicht gleich Inflation
Die konzeptionelle Grundlage der EZB-Reaktion liegt einem durch geopolitische Ereignisse ausgelösten, angebotsseitigen Preisschock – also eine einmalige, externe Verschiebung des Preisniveaus - und nicht um eine sich selbst verstärkende, nachfragegetriebene Inflation im klassischen Sinne. Letztere entstünde erst dann, wenn infolge des Kaufkraftverlustes eine Lohn-Preis-Spirale in Gang gesetzt würde. Solange der Konflikt begrenzt bleibt und die Energieversorgung sich stabilisiert, ist dieser Transmissionskanal jedoch keineswegs zwingend. Zinserhöhungen sind ein nachfrageseitiges Instrument: Sie verteuern Kredite, dämpfen Konsum und Investitionen und sollen so einen überhitzten Gütermarkt abkühlen. Auf einen externen Angebotsschock - ausgelöst durch Krieg, Lieferkettenunterbrechungen oder geopolitische Blockaden - haben sie hingegen keinerlei direkte Wirkung. Die Energiemärkte reagieren nicht auf den Leitzins der EZB. Die Androhung von Zinserhöhungen als Antwort auf den Irankrieg ist daher nicht nur wirkungslos, sondern ökonomisch kategorial falsch.
Die Kollateralschäden der letzten Zinswende sind noch nicht überwunden
Diese konzeptionelle Fehlkalibrierung wäre bereits unter normalen Umständen problematisch. Sie ist es umso mehr, da die europäische Wirtschaft - allen voran Deutschland - die Folgen der letzten Zinswende noch längst nicht überwunden hat. Die Bauwirtschaft hat einen historischen Einbruch erlitten: Vervielfachte Baufinanzierungskosten haben Neubauprojekte zum Erliegen gebracht, den strukturellen Wohnungsmangel weiter verschärft und private Immobilienbesitzer erheblich belastet. Dieser Sektor, traditionell ein konjunktureller Leitsektor, hat seine Stabilisierungsfunktion für die Gesamtwirtschaft weitgehend verloren. Darüber hinaus stiegen allein in Deutschland die Zinsaufwendungen der Unternehmen im Jahr 2022 um rund 13,7 Milliarden Euro - Mehrkosten, die erfahrungsgemäß über Preisanpassungen an die Verbraucher weitergegeben werden und damit ihrerseits inflationär wirken. Erhöhte Kapitalkosten verteuern zudem gezielt jene Investitionen in erneuerbare Energieinfrastruktur, die mittel- bis langfristig zur strukturellen Senkung der Energiepreise beitragen würden. Die Zinspolitik sabotiert damit ausgerechnet die strukturelle Lösung des Problems, das sie vorgeblich bekämpft.
Das Messproblem verschleiert die wahren Kosten
Bemerkenswert ist zudem ein methodisches Problem der Inflationsmessung, das die geldpolitische Debatte verzerrt: Der harmonisierte Verbraucherpreisindex erfasst zwar Mietzinsen als größte Position im Verbraucherpreisindex, die massiv gestiegenen Zinsbelastungen privater Immobilienkredite jedoch nicht, obwohl diese für Millionen Haushalte eine unmittelbar spürbare Kaufkraftminderung darstellen. Eine um diese Komponente erweiterte Betrachtung würde die tatsächliche Kostenbelastung breiter Bevölkerungsschichten realistischer abbilden - und zugleich deutlich machen, in welchem Ausmaß die Zinspolitik selbst zur
Lebenshaltungskostenbelastung beigetragen hat.
Die richtige Antwort liegt in einer anderen Strukturpolitik
Die eigentliche geldpolitische Lektion aus zwei Energiepreisschocks innerhalb von drei Jahren lautet: Solange Europa strukturell von fossilen Energieimporten abhängig bleibt, wird es geopolitischen Preisschocks schutzlos ausgeliefert sein - unabhängig vom jeweiligen Zinsniveau. Eine wirksame Reaktion liegt nicht in der Geldpolitik, sondern in einer beschleunigten energiepolitischen Transformation. Zinserhöhungen hingegen verteuern genau jene Investitionen in erneuerbare Energien und Gebäudesanierung, die diese strukturelle Abhängigkeit langfristig überwinden würden.
Fazit:
Die EZB steht also vor einem Glaubwürdigkeitsdilemma. Gleichwohl wäre es wissenschaftlich redlicher und wirtschaftspolitisch verantwortungsvoller, die Wirkungsgrenzen des eigenen Instrumentariums klar zu benennen, anstatt mit Zinserhöhungen auf einen Schock zu reagieren, dessen Ursachen außerhalb jedes geldpolitischen Einflussbereichs liegen - und dabei erneut eine Wirtschaft zu belasten, die sich von den letzten Kollateralschäden noch nicht erholt hat.
Quellen:
https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2024/heft/3/beitrag/inflationsberechnung-zinspolitik-der-ezb-wird-als-inflationstreiber-statistisch-nicht-erfasst.html
https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2024/heft/8/beitrag/inflationsberechnung-replik-und-erwiderung.html
Super erkannt und erklärt. Leider übersteigt Ihre Analyse das Niveau der Entscheider in der EZB und der Politik, die auf blanken Aktionismus abonniert sind.
Dazu passt dieser Beitrag https://acemaxxanalytics.substack.com/p/ecb-and-savings-in-europe?r=4a560r&utm_medium=ios
Also schon zu sagen, dass 150 Milliarden viel sind obwohl von den vorherigen 120 Milliardeb nur 30 Milliarden dazu gekommen sind, ist auch irgendwie wild. Vorallem ist diese Schlagzeile nur so groß, weil wir als einziger der G7 Staaten, so stark auf unsere Schulden schauen.
Wo wachen Sie früh auf? Ist es im betreuten Wohnen oder eine Abteilung weiter.
Ich lese keine Aussage zur Definition von Planwirtschaft in meinen Text. Der Hinweis, dass das wirtschaftliche System bei 60 % hin zu einer Planwirtschaft tendiert und damit die Investitionen des freien Marktes entgegenlaufen. Sie wollen mich mit Zahlen und mit Links zur Begriffserklärung überzeugen. Wofür? Die Aufgaben eines Staates sind Bildung, Gesundheit, Energie, Sozial, Sicherheit. Er hat die Bedingungen für ein gutes marktwirtschaftliches Umfeld bereitzustellen. Er hat seine eigenen Investitionen zu hinterfragen. Bei einem Anteil von 60 % hat der Staat seine Aufgaben nicht erfüllt. Sämtliche Großprojekte scheitern. Große Investitionen in- und ausländischer Investoren (KI-Rechenzentren, in Chemie- und Pharma, Grüne Stahlproduktion) werden zurückgefahren oder vollständig ins Ausland verlagert. Der Weg zur Planwirtschaft, zentral von der EU ist vorbereitet. In welcher Blase leben Sie? Spätestens mit China mit ihren 5 Jahres Plänen sind Ihre makroökonomischen Aussagen hinfällig. Sie haben keine Zukunft.
Liefern Sie endlich Fakten.
Sehr gut recherchiert und dargelegt, Maurice. Man kann es auch an der 1M Heatmap sehr klar sehen, dass nichts anbrennt und immer mehr Investoren den "sicheren Hafen" Bundesanleihen ansteuerten. https://www.tradingview.com/heatmap/etf/#%7B%22dataSource%22%3A%22AllDEEtf%22%2C%22blockColor%22%3A%22Perf.1M%22%2C%22blockSize%22%3A%22aum%22%2C%22grouping%22%3A%22no_group%22%7D
Politik ist irgendwie getrieben von wer weiß schon was. Sieht man an der glorreichen Idee, den Benzinpreis mit high noon regeln zu können.
Das Problem in der ganzen Diskussion ist, das die Ursachen vom Autor vollständig ausgeblendet werden. Es ist in einem Kreditsystem egal wieviel Schulden der Staat aufnimmt und ob er Geld unendlich Geld druckt. In Deutschland bricht die Wertschöpfung zusammen. Ich kann den Zeitrahmen nicht festlegen Der Tag X wird wenn Deutschland so weiter agiert, kommen und das System ist am Ende. Deutschland wird neu starten. Es geht nur aus welchen Stand. Bleibt es bei der bisherigen ungebremsten Talfahrt, wird es tief und heftig. Jede Entscheidung ist neu zu bewerten und das Ergebnis hat in die weitere Entwicklung einzufließen. Egal wie hart das Ergebnis ausfällt. Wir belügen uns mit den Aussagen gerade selber. Und das ist der Beginn jedes Unterganges.
Viele Worte, wenig Inhalt. Wenn DE „wie?“ weiter aggiert? Welche Ursachen werden ausgeblendet? Warum ist es in einem Kreditsystem
egal wieviel Schulden der Staat
aufnimmt? Viele viele Fragen.
Ich habe keine Fragen gestellt. Es sind Antworten.
Nein Sie behaupten lediglich, dass die Wertschöpfung in Deutschland zusammenbricht, unabhängig von der Fiskalpolitik. Das ist kompletter Blödsinn. Wenn Ihre Analyse aber schon mit Blödsinn anfängt, braucht man den Rest wohl auch nicht zu lesen.
Sie haben keine Argumente meine Fakten zu widerlegen. Schreiben aber von Blödsinn. Typische Mainstream Agitation.
Ihr Aussage führt dorthin wo Argentinien jahrzehntelang sich aufgehalten hat. Einem Finanzkollaps folgt dem nächsten. Bis jemand mit der Kettensäge kommen muss und dem sozialistischen Wirtschaften ein Ende aufzwingt. Wollen Sie den gleichen Weg in Deutschland gehen?
Sie haben halt keine Fakten genannt. Da gibt es dann auch nichts argumentativ zu widerlegen.
Sie wollen hier sagen, dass Milei aktuell die argentinische Wirtschaft rettet? Da sind Sie dann wohl auf dem Holzweg. Nicht nur, dass sich der gute Mann nicht einmal getraut hat echte österreichische Denkschule umzusetzen (wieder mal nur neoliberale Wirtschaftspolitik a la IWF), nein er hat noch nicht einmal irgendetwas damit erreicht. Die Hohe Inflation war bereits vor Antritt Mileis auf dem Rückgang und auch nur durch die Abhängigkeit Argentiniens vom Rohstoffexport, bei gleichzeitiger Spekulation auf dem globalen Rohstoffmärkten zurück zuführen. Aktuell stagniert die Inflationsrate in Argentinien bei 30 Prozent, Tendenz steigend, denn die österreichische Schule hat rein gar nichts relevantes zur Inflationsbekämpfung anzubieten, sowie auch die neoliberale Politik des IWFs. Die Aussage, dass Inflation immer und überall ein monetäres Problem ist, wird aus gutem Grunde von keiner einzigen relevanten Zentralbank der Welt mehr vertreten. Inflation hängt in aller erster Linie mit der Entwicklung der Netto-Lohnstückkosten zusammen und diese ist stark abhängig von den Tarifverhandlungen. Da in Argentinien viele Löhne automatisch mit den Preissteigerungen mitwachsen, ist jede inflationäre Wirkung selbst verstärkend, so wie auch zur Zeiten der beiden Ölpreiskrisen in Europa. Wenn Milei hier irgendetwas erreichen will, um auf eine Inflation von sagen wir 2 pp pro Jahr zukommen, wird er sich mit der Lohnpolitik, der Fiskalpolitik und der Geldpolitik an einen Tisch setzen müssen. Dazu ist er wohl aber intellektuell nicht in der Lage und seine dämliche Denkschule steht dem natürlich auch noch im Weg. Die Argentinische Wirtschaftspolitik gleicht gerade einem Autofahrer, welcher um das seltsame Stottern unter seiner Motorhaube auf der Autobahn zu beenden, dass Auto gegen eine Steinwand fährt. Die privaten Investitionen brechen gerade auf 11 von 14 Sektoren ein oder stagnieren. Das Wachstum der übrigen 3 Sektoren ist unbedeutend. Die Arbeitslosigkeit steigt demnach und aus dem Leistungsbilanzüberschuss ist ein Leistungsbilanzdefizit geworden. Sehr sehr schlecht, wenn man verspricht die Staatsschuldenquote zu senken. Gleichzeitig ist die eigene Währung massiv unter Druck von den Finanzmärkten, die über Carry-Trading auf Kosten der argentinischen Realwirtschaft schöne Gewinne einfahren können. Brasilien lässt grüßen. Vielleicht ja auch, weil Japan mit dem Anheben des Einlagezinses etwas ungemütlich für Währungsspekulanten geworden ist. Da kommt Ihnen ein Vollidiot wie Milei gerade recht. Ohne die FED wäre die Währung sogar ganz abgerauscht und Milei wohl schon weg vom Fenster. Ausgerechnet dieser tolle freie Markt zerstört nun also Mileis ganzes Lebenswerk. Das die Sozialisten auch keine langfristige Strategie haben, die Wirtschaft zu stabilisieren ist dabei für Ihre Aussage egal. Behauptet auch keiner.
Nun aber wieder der maximale Blödsinn aus Ihrem Munde. Argentinien und Deutschland gleich zusetzen, dass ist schon der Mount Everest unter dem Blödsinns Bergen. Sie haben von Makroökonomie ganz offensichtlich überhaupt gar keine Ahnung und von den beiden Volkswirtschaften DE und Argentinien wohl auch nicht. Wie man mit so wenig Ahnung eine so große Klappe haben kann, dass muss ich dann hier doch schon bewundern.
„Nun aber wieder der maximale Blödsinn aus Ihrem Munde. Argentinien und Deutschland gleich zusetzen, dass ist schon der Mount Everest unter dem Blödsinns Bergen.“
Woher nehmen Sie die Aussage, dass ich die Wirtschaft Deutschlands mit Argentinien vergleiche? Vermutlich den falschen Artikel zur Beantwortung an Ihren Vorgesetzten weitergeleitet. Kann in der Hektik passieren. Nehme ich Ihnen nicht übel. Lesen Sie bitte noch einmal genau den Wortlaut. Sollte Ihren Fähigkeiten entsprechen.
Beleidigung und Unwissenheit zusammen geht aber garnicht.
Nach Jahrzehnten des Zusammenbruchs und einer Hyperinflation die alle Bereiche erfasst hatte, ist diese gesenkt und leichtes Wirtschaftswachstum zu akzeptieren. Das ist ein Fakt.
In Deutschland ist der Verfall der Gesellschaft und Abwanderung der Industrie nicht mehr zu übersehen. Auch das ist ein Fakt.
Geld kann man nur einmal ausgeben. Entweder in die Zukunft (Bildung, Energiesicherheit, Infrastruktur usw..) Oder Deutschland wird kriegstüchtig.
Beantworten Sie jetzt ohne ihre Ideologie meine Frage.
Welchen Weg soll Deutschland gehen, sich verschulden bis das Kartenhaus zusammenfällt oder endlich in seine Zukunft investieren?
Nehme an, das es nicht Ihre Absicht ist, Deutschland wieder gegen Russland militärisch zu führen. Sollte es Ihr Anspruch sein. Auf den deutschen Soldatenfriedhöfen in Russland ist noch ausreichend Platz.
„Woher nehmen Sie die Aussage, dass ich die Wirtschaft Deutschlands mit Argentinien vergleiche?“
„Ihr Aussage führt dorthin wo Argentinien jahrzehntelang sich aufgehalten hat.“ Da ich mich in meinen Aussagen auf die deutsche Wirtschaft bezogen habe, suggerieren Sie hier genau das.
Das mit dem Vorgesetzten ist ulkig. Ich habe angenommen, dass Halluzinationen vorrangig für moderne KI-Algorithmen problematisch sind, aber da wurde ich wohl überrascht.
„Nach Jahrzehnten des Zusammenbruchs und einer Hyperinflation die alle Bereiche erfasst hatte, ist diese gesenkt und leichtes Wirtschaftswachstum zu akzeptieren. Das ist ein Fakt.“ Fakt ist, dass die galoppierende (das ist keine Hyperinflation) mit den Rohstoffspekulationen am globalen Markt zusammenhängt und bereits vor dem Antritt von Milei wieder zu sinken begonnen hat. Die aktuelle Inflation von 30+ pp ist genauso desaströs und zeigt, dass die Politik von Milei nichts anzubieten hat, als die Arbeitslosigkeit zu erhöhen. Wo jetzt genau Wachstum, aus der Wirtschaftspolitik von Milei her kommen soll dürfen Sie hier gerne erklären, denn wirklich alles was dieser Mann gemacht hat, hat keinerlei Potential um Wachstum auszulösen. Die Tatsächlichen Wachstumstendenzen aktuell kommen alle aus lange vorangegangen Investitionen in dem Bergbau und das Ölgeschäft, mit dem Milei nichts zutun hat. Dieser traut sich auch aus sehr gutem Grund nicht daran, die neue Ölpipeline zu privatisieren. Wenn Sie hier über Jahrzehnte des Zusammenbruchs sprechen, dann können Sie das in Zukunft auch, denn nichts anderes passiert aktuell mit der argentinischen Realwirtschaft. Gerade der eh schon unter Druck stehende Industriesektor, der das höchste Potential für Produktivitätszuwachs aufweist ist unter Milei massiv unter Druck geraten.
Ja die Industrie in Deutschland geht zurück. Die Erklärung dafür ist sehr einfach. Konservative neoklassische Wirtschaftspolitik in der EU speziell forciert durch Deutschland. Der Wettbewerb auf dem EU Binnenmarkt ist stark darwinistisch und damit ein Race-to-the-bottom für alle EU Staaten. Selbst die, die nicht im Euro sind, denn durch die Größe der EWU Zone ist es den kleinen Staaten fast unmöglich eigenständige Geldpolitik zu machen. Es braucht einen Schumpeterschen Markt, damit alle EU Länder profitieren können.
„Geld kann man nur einmal ausgeben“ Sie kommen einfach nicht von Ihrem Blödsinn weg oder? Geld wird erst dann für die Wirtschaft relevant, wenn es im Kreislauf bleibt, also immer wieder ausgegeben wird. Nichts anderes passiert Tag für Tag.
Hier die Antwort auf Ihre Frage (Welchen Weg soll Deutschland gehen, sich verschulden bis das Kartenhaus zusammenfällt oder endlich in seine Zukunft investieren?), die allein schon daher wieder dumm ist, da Sie ganz offensichtlich die Definition von Investieren im volkswirtschaftlichen Sinne nicht kennen.
Investieren bedeutet sich Verschulden, oder anders gesagt mehr Geld ausgeben, als man einnimmt. Also Ja, Deutschland MUSS endlich anfangen zu investieren und damit sein Staatsdefizit massiv auszuweiten. Ich kann Ihnen sogar eine Zahl nennen, die auf jeden Fall investiert werden MUSS. Die deutschen privaten Haushalte und die privaten Unternehmen sparen jedes Jahr knapp 350 Mrd. Euro. Das bedeutet, Sie entziehen dem Geldkreislauf 350 Mrd. Euro Kaufkraft bzw. Nachfrage. Damit Nachfrage gleich Angebot erhalten bleibt, muss also ein oder mehrere andere Sektoren 350 Mrd. Euro investieren, sich also in dieser Höhe verschulden. Aktuell und in der Vergangenheit war das vor allem das Ausland, das als Folge aus der Wettbewerbsverzerrung (vor allem auf dem EWU Markt) durch das deutsche Lohndumping der Agenda 2010 Politik, diese Rolle übernommen hat. Dieses hat ein Leistungsbilanzüberschuss von knapp 250 Mrd. Jahr jährlich gebracht. Die fehlenden 100 Mrd. Euro hat der Staat übernommen. Zu Zeiten der schwarzen null hat das Ausland sogar mehr Schulden gemacht, als die private Wirtschaft gespart hat, was dem Staat einen Überschuss von 50 Mrd. Ersparnis brachte. Die Schuldenbremse ist absolut blind für diese einfache Rechnung und richtet sich nach der Schuldenquote gemäß Maastricht. Diese ist selten dämlich konstruiert, denn sie stellt eine Relation von einer Flussgröße (BIP) und einer Bestandsgröße (Netto Verschuldung) dar. Damit ist Sie ohne weiter Angaben zur Interpretation praktisch wertlos. Aktuell sinkt der Leistungsbilanzüberschuss von Deutschland, da die Handelspartner, allen voran die USA sich nicht weiter durch die Wettbewerbsverzerrung von Deutschland verarschen lassen wollen. Das wäre unter einer demokratischen Regierung wohl nicht anders gewesen, als mit dem orangen Irren. Wenn also die private Wirtschaft weiter 350 Mrd. jährlich spart (Tendenz steigend, da in Krisenzeiten der Wunsch auf Sparsamkeit steigt) und sich das Ausland als Schuldner zurückzieht, dann MUSS der Staat die Lücke schließen, wenn das gesamtwirtschaftliche Einkommen in Deutschland zumindest erhalten bleiben soll. Von Wachstum haben wir dann noch nicht einmal gesprochen. Wenn die Schuldengrenze genau das verhindert, dann ist sie eine makroökonomische Vollkatastrophe. Jeder der Staatsschulden anders betrachtet, ist für die Diskussion irrelevant. Diese sehr einfachen Zusammenhänge wurden vor 100 Jahren noch sehr gut in der Ökonomie verstanden. Hier lohnt es sich vor allem Lautenbach zu lesen.
Ich bin nicht glücklich mit der Aufrüstung, aber Frieden in Europa wird es mit dem Mafiastaat Russland wohl erst einmal nicht mehr geben. Dessen Militärkeynesianismus zwingt den russischen Staat aktuell im Krieg zu bleiben und diesen wohl auch auszuweiten, weil der Staat ansonsten zusammenbrechen wird. In dieser Situation nicht über Aufrüstung zu reden wäre töricht. Trotzdem bin ich dafür das deutlich stärker in Bildung, Sozialwesen investiert wird und vor allem endliche das Reallohnwachstum an die Produktivität angepasst wird, denn das ist unser aller größtes Problem.
Ob es Krieg mit Russland gibt, dass liegt einzig und allein bei den Psychopaten im Kreml. Ich kann da dankend drauf verzichten.